001 – Was zur Hölle ist Wise Home?

In dieser Folge stelle ich dir meine Philosophie vom Smart Home vor. Nebenbei erfährst du um welche Themen es geht und wie ich auf den Namen „Wise Home“ gekommen bin. Richtig interessant wird es, sobald es um den aktuellen Stand der Forschung und mögliche Lösungsansätze geht. Im letzten Viertel geht es ganz konkret um den Content der nächsten Episoden.

Kapitel:
[00:00] – Smart Home, eine Enttäuschung?
[06:53] – Gründe
[12:03] – Lösungen
[21:04] – Themen des Podcast
[26:15] – Nächste Episoden

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Ja, hallo und herzlich willkommen zum Wise Home Podcast, mein Name ist Christopher Wansing. Und der Titel der Folge verrät es schon. Was zur Hölle ist eigentlich Wise Home? Ja, um diese Frage geht es heute, und die möchte ich euch gerne beantworten, weil ihr alle sicherlich euch schon fragt, warum ich diesen Namen gewählt habe. Genau und nebenbei möchte ich dann natürlich noch ein bisschen einen Ausblick geben und ein wenig erklären, worum es mir geht in diesem Podcast. Was meine Themen sind und womit wir uns hier beschäftigen werden. Und insgesamt wird das alles ziemlich viel werden, wenn euch zwischendrin der Kopf raucht. Kein Problem. Absolut verständlich. Es wird auch ein paar Gedanken Sprünge geben, und das bitte ich dann einfach zu verzeihen. Das wird in späteren Episoden ein wenig besser werden, wenn wir stärker eingegrenzten Themen haben. Aber nun zum eigentlichen Thema. Was zur Hölle bezeichne ich eigentlich als Wise Home? Was ist das? Wo ist der Unterschied zum Smart Home? Und warum habe ich meinen Podcast nicht einfach Smart Home Podcast genannt?

Der Grund ist ganz einfach, und zwar der, dass der Begriff Smart Home in den letzten Jahren total verbrannt wurde. Es wurde einfach total viel Vertrauen von den Herstellern verspielt in die Nutzer, in die Sicherheit der Nutzer, in die Privatsphäre der Nutzer. Und da wurde einfach sehr viel mit Füßen getreten die letzten Jahre, und deshalb haben viele den Begriff Smart Home mittlerweile total negativ annotiert bei sich im Kopf. Und es gab zum Beispiel ja viele Berichte, dass Amazon und Google Tausende von Mitarbeitern haben, die sich täglich die ganzen Sprachaufnahmen der Sprachassistenten anhören. Und sowieso werden ja alle Daten in die Cloud übertragen und nicht lokal verarbeitet oder gespeichert. Und es wird noch dazu total intransparent gemacht, welche Daten jetzt wirklich gespeichert werden, welche übertragen werden. Und die Nutzer werden einfach maximal verunsichert. Und all das hat eben dazu geführt, dass Smart Home heutzutage total negativ konnotiert ist, zumindest bei sehr vielen Nutzern. Das ist der eine Grund.

Der zweite Grund ist, dass das, was heute als Smart home bezeichnet wird, meiner Meinung nach eigentlich kein Smart home ist. Weil es gibt einen riesigen Gap zwischen dem, was wir uns unter einem Smart Home vorstellen, und dem, was es wirklich in der Realität ist. Was sind denn z.B. unsere Vorstellungen von einem Smart Home bzw. was sagt uns die Werbung, was Smart Home ist oder sein soll? Und zwar sind das so Dinge wie Das Haus ist vorausschauend, es denkt mit. Es ist eine Erleichterung. Es gibt eine Kostenersparnis, zum Beispiel bei der Energie oder beim Wasserverbrauch. Es ist sicherer. Das sind alles diese Dinge, die einem in der Werbung vermittelt werden und die man sich eigentlich auch so zurecht von einem Smart Home wünscht. Und jetzt schauen wir uns mal die Realität an. Was bieten denn heutige Smart Home Systeme?

Also erstmal das Thema Erleichterung. Heutige Smart Home Systeme sind so komplex, dass man nicht wirklich von einer Erleichterung sprechen kann. Eigentlich muss der User selber programmieren können oder schon fast Softwareentwickler sein, um so ein System einrichten zu können. Und noch dazu ist es dann total wartungsintensiv, hat Ausfälle, ist teilweise (bei manchen Systemen) vom Internet abhängig. Was dann wieder ein Sicherheitsproblem ist und natürlich ein Zuverlässigkeits-Problem, wenn mal wieder die Internetleitung ausfällt. Und dann gibts dazu viele Bedenken über E-Smog, dass das Ganze mit den ganzen Funkkomponenten irgendwie gesundheitsschädlich sein könnte. Und ja, im Großen und Ganzen ist es nicht wirklich eine Erleichterung, wenn ich erstmal total viele Regeln anlegen muss und total viel dem Haus sagen muss, was es überhaupt machen soll. Und ja, das Leben ist ja, wie das Leben ist. Es ändert sich ständig und befindet sich im Fluss. Das heißt, eigentlich muss ich auch ständig diese Regeln, die ich angelegt habe. Um welche Uhrzeit sollen die Rollladen hochfahren, und wann soll das Licht angehen? Und so weiter und so fort. Die muss ich natürlich ständig anpassen. Das heißt, ich bin irgendwie ständig daran, irgendwelche Regeln zu verändern und rum zu programmieren, und mache mir im Endeffekt dadurch deutlich mehr Arbeit, als mir das jetzt bringt, dass die Rollladen automatisch hochfahren. Das heißt, aktuell ist es eigentlich nur etwas für die Nutzer, die wirklich bereit sind, so viel Zeit da zu investieren, und auch wirklich Spaß daran haben. Und das einfach cool finden vielleicht, dass Rolladen hochfahren und dafür eben diese ganze Zeit da reinstecken. Das heißt eine Erleichterung ist es schon mal nicht wirklich.

Dann zum Thema vorausschauend und denkt mit. Ja. Aktuell kann man eigentlich nur sagen, dass Smart Home eigentlich mehr ein Automatisierungszuhause ist, was irgendwie mehr an so eine automatische Fabrik denken lässt. Das heißt, man legt irgendwelche statischen Regeln an. Sowas wie montags soll um 7 Uhr die Rollladen hochfahren, dienstags um 9 Uhr. Und wenn sich jetzt irgendwas ändert, dann fahren eben die Rollladen hoch, obwohl ich das gar nicht will. Weil ich heute vielleicht irgendwie länger geschlafen habe oder frei habe oder was auch immer. Und mitdenken tut da eigentlich gar nichts, und vorausschauen tut das auch nicht.

Und dann ist da noch dieses riesige Thema Ersparnis. Das ist natürlich total System abhängig, ob wirklich eine Ersparnis dann da ist. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen, dass viele ihre Werbeversprechen einfach nicht einhalten. Oft wird da irgendwie von einer Heiz-Ersparnis von 30 Prozent oder sowas geredet und in echt, wenn man es dann gegen rechnet, wirklich auch mit dem Stromverbrauch der ganzen Komponenten ist es im Endeffekt gar keine Ersparnis, sondern eventuell sogar noch ein Mehrverbrauch, den man da hat.

Und dann natürlich noch das riesige Thema Sicherheit hatten wir ja gerade schon angesprochen. Viele Systeme haben Sicherheitslücken und sind über das Internet erreichbar, können gehackt werden. Und ja, selbst wenn ich jetzt vielleicht eine Warnung bekomme, wenn ein Einbrecher reinkommt oder wenn ein Feueralarm losgeht, hab ich natürlich auch noch einen riesen Haufen Sicherheitslücken mehr und ein riesen Haufen Sicherheitsbedenken mehr. Sicher ist es Stand jetzt bei vielen Systemen auch nicht wirklich.

So, und das heißt, die User gehen da irgendwie ran, mit einer riesengroßen, tollen Erwartung und die wird im Endeffekt überhaupt nicht erfüllt. Genau und deshalb ist der Grund, warum Wise Home für mich das ist, was Smart Home heutzutage nicht liefert und was es eigentlich sein sollte. Dabei möchte ich jetzt gar nicht zu sehr auf diese Themen Ersparnis und Sicherheit eingehen, sondern vielmehr auf die Themen vorausschauend mitdenkend. Und dass es eine Erleichterung wirklich sein soll. Und ich denke, der allererste Schritt dabei ist, erst einmal zu schauen warum ist es denn überhaupt so, wie es jetzt ist? Ich denke, alleine über dieses Thema könnte man jetzt ganze Bücher schreiben. Und es gibt sicherlich viele, viele, viele Gründe. Aber ich versuche jetzt einfach mal, es wirklich auf ein, zwei Grundprobleme zurückzuführen.

Meiner Meinung nach fängt alles mit den Sensoren an, weil das ist die Grundlage, auf der das heutige Smart Home seine in Anführungszeichen Entscheidungen trifft. Die Sensoren sind aber einfach noch unzureichend, zumindest für die hohen Erwartungen, die wir heutzutage an ein Smart Home stellen. Es soll ja wie von Zauberhand vorhersagen können, was ich als nächstes mache. Und entsprechend schon mal das Licht einschalten, die Heizung einschalten oder auch zuverlässig erkennen, wenn ich einen Raum betrete und wenn ich ihn wieder verlasse, um entsprechend das Licht zu schalten. Und all das soll ja wirklich immer zu 100 Prozent funktionieren? Ja, und wie versuchen wir, das Ganze jetzt zu erreichen? Wir versuchen, das zu erreichen mit einem Haufen von Sensoren, die nahezu blind sind, weil wenn wir uns jetzt mal zum Beispiel einen Bewegungsmelder anschauen, dann sagt er uns nur, dass in einem bestimmten Bereich eine Bewegung stattgefunden hat. Er sagt uns nicht, wie groß das Objekt war, dass die Bewegung verursacht hat. Er sagt uns nicht, in welcher Richtung oder in welchem Teilbereich diese Bewegungen genau stattgefunden hat. Er sagt uns nicht, in welche Richtung die Bewegung stattgefunden hat. Er sagt uns eigentlich nur Bewegung. Und daraus soll man jetzt irgendwelche Rückschlüsse ziehen, ob jemand in den Raum reingegangen ist oder rausgegangen ist oder was auch immer. Und das ist eben einfach nicht möglich. Ich gebe da immer ganz gerne die Anekdote. Das ist ein bisschen wie, als wären wir blind, taub und hätten kein Gefühl und gar nichts und wüssten nur Bewegung. Und dann sollen wir irgendwie eine Entscheidung treffen, ob ich jetzt das Licht einschalten soll oder nicht. Und da wär schon ein Mensch überfordert. Und ja, ein Smart Home ist eben erst recht überfordert.

Und genau das ist der Grund, warum wir neue Arten von Sensoren brauchen. Wenn wir weiterhin diese hohen Erwartungen an einen Smart Home stellen. Ich finde immer am Beispiel Licht kann man das ganz gut erklären. Heutzutage schaltet man Licht ja meistens mit Bewegungsmeldern ein. Oder, wenn ich zum Beispiel wirklich erkennen möchte, ob eine Person den Raum betreten oder verlassen hat, dann hab ich z.B. sowas wie eine Lichtschranke in der Tür, die dann unterbrochen wird, wenn eine Person rein oder raus geht. Aber genau da haben wir schon zum Beispiel das erste Problem. Die Lichtschranke wird nur unterbrochen. Das heißt, ich weiß nur eine Person ist rein oder rausgegangen. Ich weiß nicht, was von beidem der Fall ist. Das heißt, ich weiß nicht Soll ich das Licht einschalten oder soll ich es ausschalten? Und noch dazu ist das ja nur eine punktuelle Messung. Das heißt, ich weiß auch nicht, ist jetzt vielleicht nur die Katze durch, die Lichtschranke gelaufen oder der Hund oder irgendwas anderes. Oder ist vielleicht einmal nur kurz, weil ich meinen Arm bewegt habe, der Arm durch die Lichtschranke von der Tür gegangen, und dann geht plötzlich das Licht bei mir im Wohnzimmer an. Was ich dann in dem Moment überhaupt nicht möchte. Und dann beschimpfe ich natürlich mein Smart Home, dass es dumm ist und eben überhaupt nicht smart, wie es das verspricht. Und genau aus diesem Grund brauchen wir eine neue Generation von Sensoren.

Es gibt zum Beispiel weitere Sensoren, die beispielsweise zusätzlich noch die Richtung erkennen können, in der etwas durch die Tür gegangen ist. Löst dann aber zum Beispiel immer noch nicht das Problem, ob es jetzt nur der Hund war und vielleicht auch nur mein Arm. Aber er kann zumindest sagen, ist es rein oder raus und kann entsprechend Licht ein- oder ausschalten. Aber auch die haben dann zum Beispiel Probleme, wenn zwei Personen direkt hintereinander in den Raum gehen. Dann zählt er vielleicht nur eine Person, und dann geht diese eine Person wieder raus, und er schaltet das Licht aus, und die andere Person befindet sich noch im Raum. Das heißt, er wusste nicht, dass zwei Personen drin sind und dachte, es wäre nur eine, schaltet es aus, und die andere Person ist drin und sitzt plötzlich im Dunkeln. Auf sowas kann man sich natürlich nicht wirklich verlassen.

Und jetzt ist die Frage Was ist diese neue Generation von Sensoren, die wir brauchen, damit ein Smart Home zum Wise Home wird? Der zuverlässigste Kandidat meiner Meinung dafür ist das sogenannte General Purpose Sensing. Was heißt das jetzt genau? So etwas wie ein Sprachassistent ist zum Beispiel schon heutzutage General Purpose Sensing. Es ist einfach ein simpler Sensor. In diesem Fall ein Mikrofon, der aber mit sehr viel Intelligenz dahinter ausgewertet wird und dadurch sehr komplexe Interaktionen und sehr komplexe Erkennungen durchführen kann. So ein Mikrofon kann man sich ja beispielsweise vorstellen wie das menschliche Ohr. Und wenn ich mir jetzt mal überlege, was ich selber als Mensch nur mit meinen Ohren hören könnte, alles für Ereignisse in einer Wohnung erkennen könnte, dann ist das schon eine ganze Menge. Zum Beispiel ist dann natürlich der Fall von Sprachassistenten. Ich kann natürlich Sprache verstehen, das heißt, man kann mit mir reden, und ich verstehe, was mir irgendjemand sagen möchte. Ich kann aber zum Beispiel auch erkennen Oh, da staubsaugt gerade jemand bei mir in der Wohnung oder oh da duscht gerade jemand bei mir in der Wohnung? Oder da arbeitet gerade jemand in der Küche oder läuft gerade jemand über den Flur? Und ich kann vielleicht sogar erkennen In welche Richtung läuft dieser jenige über den Flur? Und alles nur mit meinen Ohren.

Das Ganze kann man jetzt natürlich z.B. noch erweitern auf die Augen. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel eine Kamera habe und die intelligent auswerte, kann ich noch viel, viel, viel, viel, viel, viel mehr erkennen und noch viel mehr sagen über die aktuelle Situation, in der sich die Bewohner im Haus befinden und was da eigentlich überhaupt passiert. Das heißt, ich kann zum Beispiel erkennen: „Was machen die Personen im Kamerabild gerade?“ Sind sie am Lesen, sind sie am sich unterhalten und alles Mögliche eigentlich, was man sich so vorstellen kann. Das heißt, das Haus bekommt eine ganz neue Art des Verstehens über die aktuelle Situation. Und die würde es dann erlauben, die hohen Ansprüche an das Smart Home auch wirklich zu erfüllen.

Hierbei ergibt sich aber natürlich ein riesiges Datenschutzproblem, wo ich auch nicht weiß, ob sich das in absehbarer Zukunft wirklich lösen wird. Es ist ja so, dass auch heutzutage schon viele Menschen Sprachassistenten in ihrem Zuhause haben. Das heißt, die haben anscheinend kein Problem damit, dass ihre Sprachdaten in die Cloud hochgeladen werden. Das heißt, die würden auf jeden Fall schon mal als Nutzergruppe solcher erweiterter Sensoren in Frage kommen. Aber nichts desto trotz bleibt ja das Problem, dass das eigentlich nicht richtig ist diesen Ansatz zu fahren. Das heißt, meiner Meinung nach müssten zukünftige Sensoren darauf verzichten, diese Daten in die Cloud hochzuladen, sondern wirklich komplett alles nur lokal auf der Kamera oder auf dem Mikrofon verarbeiten, die entsprechenden Schlüsse ziehen und die entsprechenden Dinge erkennen und anschließend die Daten komplett wieder löschen. Und ich denke, dann ist es auch wirklich möglich, dass ein Paradigmenwechsel stattfindet, dass die Menschen umdenken und sagen Ja, wenn ich wirklich weiß und das Versprechen habe, dass das keine Kamera im klassischen Sinne ist, wie ich sie kenne, die dazu gedacht ist, wirklich Bilder aufzuzeichnen oder irgendwohin zu übertragen, sondern dass das wirklich nur quasi Augen und Ohren meines Zuhauses sind, dann kann ich eventuell damit leben. Und ja, sowas kann man natürlich auch überprüfen, ob Daten wirklich hochgeladen werden. Man sieht ja den Netzwerkverkehr. Das können ja unabhängige Stellen bestätigen. Ob diese Versprechen auch wirklich eingehalten werden. Und dann, finde ich, müssten die Nutzer noch deutlich mehr Entscheidungsfreiheit erhalten, über welche Daten diese Systeme wirklich erfassen und registrieren. Das heißt, wenn ich zum Beispiel ein schlechtes Gefühl dabei habe, wenn mein Zuhause mich beobachtet, wie ich von Raum zu Raum gehe, dann müsste ich eben entsprechend auf die Funktion verzichten, dass das Licht sich automatisch einschaltet. Aber könnte eben entsprechend auch die Erfassung der Daten abschalten, das heißt kein Tracking. Wo ich mich gerade befinde, in welchem Raum und so weiter und so fort. Das heißt, man müsste mehr Entscheidungsfreiheit bekommen über das, was man gerne als Feature nutzen möchte, und das, was entsprechend dafür, dass das ermöglicht wird, an Daten aufgezeichnet werden muss.

Das ganze Themengebiet General Purpose Sensing ist auf jeden Fall super spannend, und für jeden, der sich gerne weiter damit beschäftigen möchte, kann ich nur empfehlen, einmal auf die Seite des Human Computer Interaction Labors der Carnegie Mellon Universität zu gehen. Die wirklich bahnbrechende und coole Forschung dazu leisten und noch viel, viel mehr General Purpose Sensoren entwickelt haben als die, die ich hier genannt habe. Dabei ist zum Beispiel ein sogenanntes Vibrometer, das mit einem Laser Vibrationen auf Oberflächen messen kann und so zum Beispiel Tätigkeiten in der Küche erkennen kann. Das heißt, dieses Vibrometer wird ausgerichtet auf die Arbeitsfläche, erfasst die Vibrationen der Anrichte und kann so zum Beispiel erkennen, ob ich gerade Gemüse schneide oder ob der Herd läuft oder ob die Spülmaschine läuft. Und dieses Vibrometer haben die Jungs so gebaut, dass es verschiedene Punkte im Raum eingelernt bekommt und die jeweils mehrmals pro Sekunde anfährt, also zum Beispiel auf die Mikrowelle zielt, die Vibrationen aufnimmt und dann entsprechend ausspuckt: Mikrowelle läuft oder Mikrowelle läuft nicht, oder Herd läuft, Herd läuft nicht. Und das ist wirklich ein einziger Sensor, der alle diese Stellen im kompletten Raum überwacht. Das ist zum Beispiel eine Sache, die die entwickelt haben. Eine weitere Sache, die sie entwickelt haben, ist zum Beispiel eine Wand, die komplett als riesiges Sensor Array funktioniert, was Funkstrahlung auffasst. Das heißt, die Wand erkennt, wenn irgendwelche Geräte im Raum eingeschaltet werden. Das heißt, diese Wand kann sogar erkennen, wenn zum Beispiel in fünf Meter Entfernung die Stehlampe in der Ecke eingeschaltet wird. Oder wenn ich eine Bohrmaschine benutze in diesem Raum und so weiter und so fort. Das kann alles wirklich nur eine Wand erkennen, und die sieht aus wie eine ganz normale Wand. Es ist einfach mit Farbe überstrichen. Diese Sensorleitungen, die da drunter verlegt wurden, und ich finde, das zeigt einfach die Richtung, wo es in Zukunft hingehen wird, was die Jungs da alles entwickeln. Also total spannendes Thema, kann ich nur empfehlen, werde ich auf jeden Fall verlinken.

So, nun kommen wir aber mal zurück zum ursprünglichen Thema. Was ist Wise Home und worin unterscheidet es sich vom Smart Home? Den ersten Punkt hätten wir nun geklärt. Das Wise Home braucht auf jeden Fall andere Sensoren als das Smart Home. Neuere, modernere Sensoren. Und damit kommen wir schon gleich zum nächsten Punkt, über den man ganze Bücher füllen könnte. Und zwar: Wo hört Smart Home überhaupt auf? Der Begriff Smart Home suggeriert ja, dass es ausschließlich um die eigenen vier Wände geht. Das ist aber definitiv nicht meine Vorstellung von Smart Home. Für mich ist Smart Home. Auch wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre und nach Hause komme, ist die Wohnung bereits vorgewärmt. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn mein Auto und mein Smart Home miteinander verbunden sind. Und dazu kommt dann für mich noch das riesige Thema Gesundheit, das für mich nicht an der Haustür aufhört, sondern da genau weitergeht. Das heißt, ich bin der Meinung, dass Fitness-Tracker und alle möglichen Gesundheitssensoren, auch zum Beispiel Sturzsensoren für ältere Leute, also das Thema Care und Ambient Assisted Living sind alles Smart Home Themen, die aber nicht an der Haustür aufhören. Also einen Fitness-Tracker den trage ich den ganzen Tag, auch wenn ich nicht zuhause bin. Ich will das Thema jetzt an dieser Stelle auch gar nicht weiter vertiefen. Klar ist auf jeden Fall, dass für mich Smart Home deutlich mehr ist als nur die eigenen vier Wände.

Jetzt haben wir schon wirklich sehr viele Punkte gehört, die für mich zu einem Wise Home dazugehören. Ich hoffe, meine Philosophie ist da ein bisschen klar geworden. Und auch, warum ich den Namen des Podcast so gewählt habe. Ich habe aber natürlich auch versprochen, ein wenig auf die Themen einzugehen, die ich in diesem Podcast behandeln werde. Das ist natürlich schon ein wenig klar geworden aus dem, was ich bisher gesagt habe. Aber ich will jetzt auch noch einmal separat darauf eingehen.

Das erste riesen Thema ist für mich auf jeden Fall Gesundheit. Das scheint jetzt erst einmal zu überraschen, weil wir gerade die ganze Zeit über Smart Home geredet haben, aber wir vielleicht schon mitbekommen habt. Sind die beiden Themen für mich auf jeden Fall eng miteinander verbunden. Dass ich mich grundsätzlich so dafür interessiere liegt daran, dass aus meinem privaten Umfeld sehr viele im Gesundheitsbereich arbeiten. Aber auch an meiner Tätigkeit für das Forschungsprojekt Dorfgemeinschaft 2.0, bei dem es viel um Ambient Assisted Living und Leben im Alter zuhause geht.

Im Podcast werdet ihr das Thema hauptsächlich über Fitness-Tracker miterleben, von denen ich wirklich sehr, sehr viele habe und die ich auch untereinander vergleiche und eigene Datenauswertung anstelle. Ich habe beispielsweise mehr als vier Schlaf Tracker, die jede Nacht meinen Schlaf aufzeichnen, und kann euch dadurch ganz gute Vergleiche liefern, wie die Performance untereinander ist, und aufzeigen, wo die Unterschiede liegen. Das Thema Fitness-Tracker geht dabei für mich weit über das der klassischen Armbänder, die man so kennt, hinaus. Viele wissen gar nicht, dass Fitness-Tracker und medizinische Wearables durchaus ein fließender Übergang sind heutzutage. Das heißt, es gibt bereits sehr viele Geräte, die durchaus sehr akkurate Daten liefern. Dazu gehören dann beispielsweise auch kontinuierliche Glukose Messgeräte, Stresspegel Messgeräte oder Sensoren, die die Menge der UV-Strahlung auf die Haut messen. Genau wie im Smart Home Bereich habe ich aber natürlich auch bei Fitness-Tracker jede Menge auszusetzen. Beispielsweise ist die medizinische Verwertbarkeit von modernen Fitness-Tracker Daten noch längst nicht so, wie sie sein sollte. Sonst hätten sicherlich nicht kürzlich tausende von Leuten ihre Fitness-Tracker auf Klopapierrollen und Bananen geschnallt und dann Fotos davon gepostet, wie diese immer noch einen Puls anzeigen. Und auch die Auswertung dieser tausenden von Datenpunkte ist noch längst nicht so intelligent, wie sie sein könnte.

Aber zurück zu den Themen, die ich in diesem Podcast behandeln möchte. Neben dem Gesundheitsbereich, dargestellt durch hauptsächlich Fitness-Tracker, geht es bei mir um Sensoren. Man hat es vielleicht schon vorhin erkannt. Ich liebe Sensoren. Außerdem ist die Entwicklung eigener Sensoren irgendwie auch eine Notwendigkeit, weil es viele Sensoren, die ich so brauche, einfach noch gar nicht gibt, zumindest noch nicht fertig eingebunden in ein Smart Home System. Dazu beschäftige ich mich dann viel mit dem Thema Elektronik, aber auch zum Beispiel 3D-Druck, um eigene individuelle Bauteile zu drucken. Und weil Sensoren letztendlich nichts anderes sind als Messgeräte, liebe ich auch Messgeräte. Daher werde ich hier auch verschiedenste Arten von Messungen behandeln. Das heißt zum Beispiel Raumakustik Messung mit einem Mikrofon, Thermal Kamera Messungen vom Wärmespektrum und die Beurteilung verschiedener Lichtquellen, wie sie zum Beispiel in den Smart Home Lampen von Philips Hue oder modernen Desktop Monitoren eingesetzt werden. Das heißt, es geht auch ziemlich ans Eingemachte. Aber ich werde immer versuchen, das Ganze so einfach wie möglich darzustellen und mir wirklich Gedanken zu machen, wie ich das Ganze am besten rüberbringen kann und auch entsprechendes Material zur Verfügung stellen, damit man das Ganze auch nachvollziehen kann.

Weitere Themen wäre zum Beispiel Home Entertainment. Das bedeutet eigentlich der gesamte Audio und Video Bereich von Beamern über Lautsprecher bis hin zu Av-receiver und allen möglichen ZuspielGeräten. Und dann natürlich noch ein wenig die medialen Themen, mit denen ich mich so beschäftige dadurch, dass ich zum Beispiel selber podcaste und auch selber eine Website betreibe mit einem kleinen Blog. Das ist übrigens Christopher Minus Wansing Punkt DE. Da könnt ihr auch gerne vorbeischauen, euch am Newsletter anmelden und dann Benachrichtigungen zu neuen Podcast Folgen oder eben Blogbeiträgen bekommen. Genau. Und da werdet ihr auch sehen, dass ich sehr viel im Bereich Produkt Fotografie mache. Also beispielsweise 360 Grad Fotos von Produkten, die ich beispielsweise auch auf meiner Website zu jedem Produkt hinterlegt habe. Also Produkt auf meiner Website bedeutet nicht, dass ich das Produkt verkaufe, sondern ich habe das als eine Art Produkt Gallerie angelegt, sodass ihr zu jedem Produkt, über das ich schreibe oder erzähle, eine jeweilige Produktseite findet, mit den wichtigsten Informationen dazu und jeweils einem 360 Grad Bild. Sofern ich so fleißig war, eines zu erstellen.

Ja. Zum Abschluss würde ich euch dann ganz gerne noch einmal einen kleinen Ausblick darauf geben, was die nächsten Beiträge sein könnten. Und das wäre zum Beispiel ein Beitrag zu den automatischen Rolo Antrieben von der Firma Siro Antriebe. Das ist besonders in dem Hinblick interessant, dass Ikea jetzt aktuell kurz davor steht, seine Kadrilj und Fyrtur Rollos auf den Markt zu bringen, die dann entsprechend in das Smart Home System integriert werden. Und die Siro Antriebe Rollos sind ein Konkurrent dazu, ebenfalls mit Akku betrieben. Es gibt auch ein Solarmodul dazu, um diese Rollos aufzuladen, und ich fand das Ganze sehr interessant. Das hat den großen Nachteil, dass es ein eigenes Gateway gibt, mit dem das Ganze angesteuert wird. Ich habe mir aber den Aufwand gemacht, dieses Gateway zu hacken und dadurch frei zugänglich zu machen. Dass man es in jedes Smart home System integrieren kann. Und dazu wird es definitiv in nächster Zeit einen Beitrag geben.

Dann beschäftige ich mich aktuell noch mit der Flir Lepton 3.5 das ist besagte Thermal Kamera. Und da wird es einige interessante Beiträge geben, wo ich einmal zeige, wie die Welt aus der Sicht einer Thermal Kamera aussieht und was man da alles so Spannendes entdecken kann. Zum Beispiel kann man damit die Hintergrundbeleuchtung von einem Monitor oder Fernseher sehen. Die ist nämlich meistens gar nicht hinter dem gesamten Bildschirm, sondern nur am Rand. Zumindest bei den schlechteren Geräten. Und eine Wärmebildkamera kann das dann natürlich sehr gut darstellen.

Direkt im Zusammenhang damit beschäftige ich mich aktuell auch viel mit der Open MV Kamera. Das ist eine spezielle Kamera, auf der man direkt auf der Kamera Bildverarbeitungsalgorithmen ausführen kann. Also genau das, wovon ich vorhin gesprochen hatte dass die Verarbeitung nicht irgendwo in der Cloud in einem Rechenzentrum stattfindet und die Daten irgendwie plötzlich Google gehören oder sonst wem, sondern dass man wirklich direkt lokal auf der Kamera die Daten verarbeitet und gar nichts mehr übertragen muss. Dazu werde ich vielleicht auch einiges sagen, was man damit alles entwickeln und machen kann und wo die Vorteile sind.

Dann natürlich diverse Produkttests zu Smart Home- und anderen Produkten. Da habe ich aktuell hauptsächlich den Wake v2 auf dem Schirm. Das ist ein smarter Wecker, den man so einstellen kann, dass er, selbst wenn zwei Personen im Bett liegen, nur eine dieser zwei Personen weckt. Das macht der, indem er sich dreht und genau erkennt, wo die Personen liegen. Und dann kann man entscheiden, ob die rechte oder die linke Person geweckt werden soll. Und dann weckt er entsprechend nur diese eine Person mit gezieltem Licht und gezieltem Ton, den dann auch nur diese Person hören kann.

Dann wird es auf jeden Fall einen Beitrag zu den Philips Hue Lampen geben. Das heißt, hauptsächlich wird es mir dabei um Messwerte zu der Farbqualität und Lichtqualität dieser Lampen gehen.

Dann werde ich definitiv einige Beiträge dazu machen, wie vorhandene altmodische Geräte in Smart Home integriert werden können. Das werde ich am Beispiel eines Seifenspender zeigen. Das heißt sogar So etwas kann man in Smart Home wirklich integrieren.

Ich werde aber auch zeigen, wie man eine smarte Kaffeemaschine noch smarter machen kann. Weil da hat man zum Beispiel das Problem, dass man die gerne per Sprache steuern möchte. Und das klappt auch meistens, weil die hat ja einen Bohnen Behälter und die hat ja einen Wasserbehälter. Aber irgendwann ist dieser Wasserbehälter leer und dann klappts eben nicht. Und wenn man viel Kaffee trinkt, dann ist dieser Wasserbehälter eben noch schneller leer. Und weil die häufig nur eins komma sieben Liter in meinem Fall fassen, passiert das so Alle fünf Sprachkommandos, dass einfach nichts passiert, weil der Wassertank gerade leer ist. Und deshalb wäre es ja ganz schön, wenn man den erweitern könnte. Und zwar so, dass man einen Sensor anbringt, der einem anzeigt, sobald der Wasserstand zu niedrig ist, und dann automatisch aus einem zweiten Tank Wasser nachfüllt in diese Kaffeemaschine. Und genau das werde ich auch nochmal in einem eigenen Beitrag behandeln.

Und wenn euch das noch nicht reicht an Selbstbauprojekten wird es noch einen kleinen Beitrag dazu geben wir euer eigenes smartes Duftsystem entwickelt.

Was mir auf jeden Fall sehr am Herzen liegt, ist, Diskussionen anzuregen zu den verschiedensten Themen. Das heißt, es wird auf jeden Fall einige Podcastfolgen geben, die so sind wie diese, wo es wirklich darum geht, mal grundsätzlich über bestimmte Konzepte zu diskutieren.

Welche Ansätze sind die richtigen? Welche Steuerungskonzepte sind gut und welche sind schlecht? Was ist überhaupt aktuell los im Smart Home Markt? Welche Trends gibt es? Welche Neuerungen gibt es? Was ist gut? Was ist schlecht? Einfach ein bisschen in einen Dialog treten und Diskussionen anregen. Der positive Nebeneffekt ist dann sogar noch, dass ihr mitbekommt, was aktuell im Smart Home Markt los ist oder auch im Audio Video Markt und das Ganze in einem viel besseren Format, als einfach nur News rauszuhauen. Von wegen, der Hersteller hat jetzt das und das und dies und das und immer der Erste sein. Dieses ganze Clickbait und so weiter bin ich halt überhaupt kein Fan von. Und so kann man das Ganze eben in einfach eine schöne und interessante Diskussion einbetten und ich denke, dass das ein ganz guter Ansatz ist. Immerhin habe ich mir auf die Fahne geschrieben, Smart Home und auch Podcasting anders zu denken. Und das möchte ich natürlich auch umsetzen.

So, und damit kommen wir auch schon zum Ende der ersten Episode. Ich freue mich, dass ihr so lange dabeigeblieben seid. Wie vorhin schon erwähnt, meine Website ist Christopher Minus Wansing Punkt DE, und ihr findet mich außerdem auf Instagram und Facebook, indem ihr einfach meinen Namen eingebt. Mir hat die erste Folge jetzt schon richtig Spaß gemacht, und ich freue mich, wenn du das nächste Mal auch wieder einschaltest und einfach kurz auf Abonnieren drückst.

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